Unser Text aus dem Amtsblatt:

Lieber Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Ende Mai hatten wir wieder die Sitzungsrunde aufgenommen und unsere Hauptpunkte haben wir Ihnen in der letzten Ausgabe erläutert.

Was uns aktuell jedoch viel mehr beschäftigt, ist die Frage, wie das öffentliche Leben in Neulußheim weitergeht. Nach den schnellen Verboten, verbunden mit Schließungen im März ist unsere Gemeinde bei vielen Möglichkeiten eine der ersten, die im Rahmen von gesetzlichen Lockerungen Einrichtungen wieder geöffnet hat. Bürgerbüro, Bücherei, Sportplätze für Vereine, Kindergarten oder jetzt auch der Blausee wurden kurz nach den jeweiligen Regeländerungen aus Stuttgart im Rahmen der notwendigen (und für die hiesigen Verantwortlichen oft mit viel Organisationsaufwand verbundenen) Abstands- und Hygienemaßnahmen ermöglicht.

Auch wenn zum 01. Juli weitere Lockerungen in Kraft treten, sind wir von dem pulsierenden Leben vor Corona noch weit entfernt. Zum einen gibt es immer noch Einschränkungen und Verbote; zum anderen gibt es aber auch bei vielen Menschen eine große Zurückhaltung; sei es wegen mancher Umstände (Adresserfassung / Maskenpflicht usw.) oder weil viele verwirrenden Zahlen in den letzten Monaten Ängste und Unsicherheiten erzeugt haben, die zu vorsichtigem Handeln geführt haben.

Schulen und Kindergärten, aber auch begleitende Bildungsangebote wie Musikschulen sind noch ebenso weit von der Normalität entfernt wie Gaststätten und viele Berufsgruppen, die damit betroffen sind.

Schmerzlich vermisst werden Kulturveranstaltungen und Vereinsfeste, und die fehlenden Einnahmen stellen Vereine und Kulturschaffende sowie die damit verbundenen Dienstleister und Zulieferer vor große, in manchen Fällen existenzielle Probleme. Wie geht es weiter – im Großen aber auch hier in unserer Vier-Sterne-Gemeinde? Kehren wir langsam zu dem früheren öffentlichen Leben zurück oder bleibt auch hier eine „neue“ Realität, in der sich viele Veranstalter mit den dann gesetzlich vorgeschriebenen, aber auch von den Menschen nur noch gelebten Verhaltensweisen erst neu definieren müssen?

Wird es ein Ferienspaßprogramm geben und wenn ja wie soll es aussehen? Und wenn sich Vereine finden und die sicherlich noch bestehenden Hygiene-Anforderungen in Kauf nehmen – werden die Eltern den Kindern die Teilnahme erlauben?

Wird der Schul- und Kindergartenbetrieb nach den Ferien wieder in dem Umfang mit Essen, Nachmittagsbetreuung und Hort starten wie es die Kinder und Eltern gewohnt waren? Wie geht man mit dem Lernstoff um, der in den fast vier Monaten Homeschooling nicht von jedem Kind so elementar gelernt wurde und auch vielleicht auch nicht erlernt werden konnte, dass die Grundlage für das Verständnis der nun im Herbst anstehenden Stoffgebiete vorhanden ist?

Wird Kerwe stattfinden mit Schaustellern auf dem Messplatz? Gerade unsere Schausteller, die seit vielen Generationen uns Freude und unbeschwerte Momente beschert haben, sitzen seit Monaten ohne jegliches Einkommen zu Hause. Es wird die Frage sein, wie man die bis dahin für Freiluft-Feste zugelassene Anzahl an Gästen interpretiert und wer für das ganze die Verantwortung trägt.

Als kleinen Lichtblick freuen wir uns über unseren Fischerverein, der am kommenden Wochenende statt des Fischerfestes seinen Fisch zum Mitnehmen anbietet. Auch dieser Verein hat eine große Anlage zu unterhalten und mußte bereits auf der Einnahmeseite die Absage des Karfreitagsfischbackens verkraften. Wir hoffen und wünschen dem Verein, dass viele das Angebot auch in dieser Form unterstützen!

Wir FREIEN WÄHLER möchten IHRE Meinung wissen!

Wir sind keine Partei, sondern seit fast siebzig Jahren ein Zusammenschluss von Bürgerinnen und Bürgern, die ihre Meinungen äußern. Sagen Sie uns Ihre Meinung zu unseren Entscheidungen und zu Neulußheim.

Unter info@fwnl.de oder Telefon 38344 oder sprechen Sie uns persönlich an. Es geht schließlich um SIE und IHR Lebensumfeld!

Ihre Gemeinderäte der FREIEN WÄHLER Heinz Kuppinger, Dr. Karl Ludwig Ballreich, Holger Eissler, Günther Pöschel und Sven Nitsche

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